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Hinweis: Diese Seite stellt keine Meinungsäußerungen der RWTH Aachen dar.

Mikrobiologie an der RWTH Aachen

Allgemein

An der Rheinisch-Westfälischen Technische Hochschule Aachen, die 1870 gegründet wurde, studieren ca. 28.000 Studierende in über 70 Studiengängen. Wie der Name schon andeutet, liegt der Schwerpunkt der Hochschule im technischen und Ingenieursbereich. Aber auch die Biologie hat einen festen Platz an der RWTH und eröffnet als Teil interdisziplinärer Studiengänge wie Bioverfahrenstechnik oder Biomedical Engineering neue Möglichkeiten.

Mikrobiologisches Institut

Das Institut 4 der Biologie an der RWTH Aachen beschäftigt sich mit der Angewandten Mikrobiolgie und Genetik.

An Lehrveranstaltungen werden insgesamt sieben Vorlesungen, acht Praktika und ein Seminar angeboten. Sowohl Vorlesungen als auch Praktika decken das abwechslungsreiche Gebiet der Mikrobiologie gut ab: Von Physiologie, Genetik und Systematik der Mikroorganismen zu deren Bedeutung in der Lebensmittelmikrobiologie, Biotechnologie und Umwelt sind die Schwerpunkte breit gefächert.

Geforscht wird hauptsächlich an der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae und der Spalthefe Schizosaccharomyces pombe. Die Forschung am Institut gliedert sich dabei in drei Arbeitsgruppen:

Angewandte Mikrobiologie "Die Angewandte Mikrobiologie stellt Verbindungen zwischen Grundlagenforschung und Biotechnologie her. An Bakterien oder Hefen werden Aspekte der Physiologie, Ökologie, Genetik und Molekularbiologie technisch relevanter mikrobiologischer Leistungen untersucht. Die Ergebnisse dienen der Prozeßanalyse und der gezielten Beeinflussung solcher Leistungen."
Mechanismen der Schwermetalltoleranz "Die Belastung unserer Umwelt mit Schwermetallen stellt ein wichtiges ökologisches Problem dar. Pflanzen und Tiere müssen sich gegen Schwermetalle schützen. Die Schutzmechanismen die zu diesem Zweck in der Natur vorhanden sind, untersuchen wir an Hand der Hefen Schizosaccharomyces pombe und Saccharomyces cerevisiae. Diese Hefen haben den Vorteil, daß sie einerseits leicht molekularbiologisch und physiologisch untersucht werden können, andererseits zeigen sie viele der für höhere Organismen beschriebenen Schutzmechanismen. Sie dienen somit als eukaryotische Modellorganismen."
Genetik und Biogenese endosymbiontischer Zellorganellen "Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die eukaryotischen Organellen mit einem eigenen genetischen System. Mitochondrien und Chloroplasten sind neben einer faszinierenden Entstehungsgeschichte ("Endosymbionten-Hypothese") besonders wegen ihrer zentralen Bedeutung für den Energiestoffwechsel und ihrer komplizierten Genetik überaus interessante Forschungsobjekte. Mit Ausnahme einiger amitochondrialer Archaezoa sind Mitochondrien in allen rezenten Eukaryota obligat vorhanden. Sie werden in der Zelle stabil erhalten, indem die "Wirtszelle" eine bestimmte intrazelluläre Lokalisation und Morphologie über den gesamten Zellzyklus hinweg gewährleistet sowie eine koordinierte Weitergabe von Organellenmaterial während der Zellteilung sicherstellt."

Information

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